Statusupdate Juni

Lange lief nichts mehr auf diesem Blog, aber das bedeutet nicht, dass wir untätig waren was die Planung unserer Hochzeit anbelangt.

Um eine kleine Übersicht darüber zu liefern wie die gesamte Planung der Hochzeitsfeier nun steht, schreiben wir diesen Statusupdate.

1. Wunschliste

Die Wunschliste für Geschenke ist nun abgeschlossen und auf unserem Blog verlinkt. Dies sollte Unschlüssigen dabei helfen, eventuelle Geschenke für uns zu finden, falls dies gewünscht ist.

2. Gäste

Mittlerweile haben wir von allen Gästen eine Zu- oder Absage erhalten. Die definitive Einladung mit dem Zeitplan sollte im Verlauf des Juni raus gehen.
Das Hotel für die auswärtigen Gäste wurde reserviert und bereits bezahlt.

3. Verpflegung

Die Bräutigamseltern haben sich freundlicherweise dazu bereit erklärt die Getränke für die Hochzeit selbst zu organisieren.
Das Catering ist gebucht und die verschiedenen Menüs wurden geplant. Eine eventuelle Vorauszahlung an das Catering muss noch besprochen werden.

4. Location

Die Location wurde bereits reserviert, aktuell warten wir auf die Möglichkeit sie bereits im Vorfeld zu bezahlen um eine weitere Rechnung vom Tisch zu haben. Ebenfalls ist ein erneuter Besuch vor Ort ausstehend um die Platzverhältnisse endgültig zu klären.

5. Hochzeitstorte

Die Hochzeitstorte wurde mittlerweile bei „les gourmandises de miyuko“ bestellt und wir freuen uns schon auf ihre Kreation.

6. Kleidung

Die Outfits der Braut, des Bräutigams und der Brautjungfern gehen stetig vorran und viel dazu gibt es nicht zu sagen, ausser dass wir es zeitlich schaffen und uns auf das Endergebniss freuen.

7. Noch zu erledigen

Natürlich ist noch nicht alles geregelt. Zum Einen müssen wir immer noch Geld zur Seite legen um alle Kosten abzudecken (aber Dauerauftrag sei Dank sollte dies kein Problem darstellen und eventuell benutzt ja irgendwann mal wieder jemand den „Spenden“-Knopf) und zum Anderen fehlen noch Dinge wie Blumenschmuck, Accesoires etc.

Dies als kurzer Statusupdate. Wir versuchen den Blog nicht verhungern zu lassen, aber wie ihr seht, ist aktuell einiges zu erledigen 🙂

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Frisch verheiratet

Dieser Eintrag kommt reichlich verspätet, da er bereits im alten Jahr hätte gepostet werden sollen.

Eher spontan entschieden wir uns noch 2011 nach einem Datum für die standesamtliche Hochzeit zu suchen und somit gaben wir uns am 03.12.2011 das Ja-Wort im Rathaus Zofingen.

Es war eine schöne Hochzeit im kleinen Rahmen mit der engsten Familie und einigen wenigen Freunden.


Nach der Hochzeit wurden wir noch von den Eltern des Bräutigams zum Essen eingeladen. Und bereits nach 3 Stunden war der ganze Spuk schon Geschichte und wir konnten uns zu dritt auf die Hochzeitstorte stürzen die wir in dem ganzen Trubel leider vergessen hatten.

Nun sind wir bereits seit 2,5 Monaten offiziell verheiratet und können uns auf die grosse Steampunkhochzeit vorbereiten. Persönlich hat sich ausser Kawaiis Nachnamen nichts geändert. Beide müssen sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass der Partner ja nun der Ehepartner ist. Aber genau so sollte es ja auch sein.

Das nächste Update kommt garantiert früher.

Location, Location, Location

Mit dem Thema der Hochzeit nun endlich einmal gewählt, ist es Zeit für den nächsten Schritt der Planung:

Wo soll die Hochzeit stattfinden?

In unserem Fall war schnell klar, dass der Grossteil unserer Gäste aus dem Raum Basel oder Deutschland kommen wird. Es werden jedoch auch Gäste aus der Ostschweiz erwartet und somit gingen die Gedanken zuerst in Richtung Zentralschweiz, um den Anfahrtsweg gerecht zu verteilen.

Um dem Ambiente einer Steampunkhochzeit Rechnung zu tragen, war der erste Plan, auf einem alten Raddampfer zu heiraten.

Zum Beispiel auf der MS Unterwalden auf dem malerischen Vierwaldstädtersee bei Luzern.

Die Mietgebühr für so ein Schiff geht jedoch in die 10 000 CHF (7500 Euro)  für die ersten zwei Stunden. Und für eine Hochzeitsfeier bei der die Gäste auch etwas essen und trinken und dementsprechend mehr Zeit vor Ort verbringen sollen, sind solche Preise für normalsterbliche Menschen unmöglich zu bezahlen.

Der zweite Plan fiel auf das Restaurant Villette in Cham.


Eine wunderschöne Villa, direkt am Zugersee gelegen.

Ein Inkognito-Trip vor Ort brachte jedoch Ernüchterung mit sich. Der Park und das Ambiente überzeugten zwar optisch enorm, doch der Service entsprach unseren Vorstellungen zu wenig, um dort wirklich unseren schönsten Tag verbringen zu wollen.

So blieb uns zuerst noch eine Idee übrig.

Ebenfalls in Luzern fiel uns das Haus der Herren zum Schützen auf.
Ein wunderschönes Gebäude welches auch von Gesellschaften gemietet werden kann.


Wir wollten schon einen Besichtigungstermin vereinbaren, als uns Shinjis Mutter auf ein weiteres Gebäude aufmerksam machte:

Den Wenkenhof.

Eine exquisite Villa im Herzen von Riehen bei Basel. Nahe der deutschen Grenze und für einen Grossteil der Gäste (rund 80%) schnell erreichbar.

Aber kaum zu bezahlen … dachten wir zumindest bis wir einen Besichtigungstermin erhielten und die Mietpreise hörten. Pustekuchen, es war sogar die günstigste aller Locations. Wir trauten unseren Ohren kaum. Irgendwo musste das einen Haken haben.

Nach der Besichtigung waren wir aber noch genau so begeistert wie vorher und unsere Entscheidung stand fest:

Wir werden im Wenkenhof heiraten.

Wir heiraten – aber wie?

Wie unser Blogtitel bereits andeutet, planen wir, unsere zeremonielle Hochzeit im Steampunkstil zu gestalten.
Aber bis wir uns dazu entschlossen hatten, dass uns Steampunk als Hochzeitsthema am besten gefallen würde, war es ein langer Weg.

Zuerst mussten wir uns die Frage stellen, ob wir überhaupt „speziell“ heiraten möchten. Reicht nicht einfach nur die standesamtliche Hochzeit mit einigen Gästen? Oder sollte es doch etwas mehr sein?

Für Shinji war bereits von Anfang an klar, dass seine Hochzeit etwas besonderes sein soll, das er unbedingt mit Familie und Freunden teilen möchte und auch Kawaii wollte ihr Glück mit ihren Liebsten teilen können, also begannen wir zu planen wie man ein grösseres Fest schön gestalten könnte.

Der erste Gedanke fiel auf eine klassische, kirchliche Hochzeit. Doch sowohl Kawaii als auch Shinji sind beide keine überzeugten Kirchgänger oder können generell nicht viel mit organisierter Religion anfangen, so fiel diese Möglichkeit schneller ins Wasser als Leonardo di Caprio in Titanic.

In früheren Träumereien wurde zwar eher ein anderes Thema angedacht, auf irgendeine Weise Historisch – eine Mittelalterhochzeit oder eine Hochzeit zum Zeitalter des amerikanischen Bürgerkrieges, aber der amerikanische Bürgerkrieg war in Amerika und nicht hier und das sogenannte Mittelalter ist riesig und besteht aus diversen verschiedenen Epochen und Moden.

Renaissance ist eine vollkommen andere Stylrichtung als die romanische Periode und Kleider des Tudor sehen erst recht komplett anders aus. Und dann gäbe es auch noch den Barock und den Rokoko.
Ganz zu schweigen von den regionalen und feinen zeitlichen Unterschieden wie dem sogenannten Codpiece und den Halskrausen.

Das Hauptproblem bei der mittelalterlichen Mode stellte es jedoch dar, dass sie scheinbar immer nur darauf ausgelegt war, dass eines der beiden Geschlechter gut aussieht. Waren die Kleider der Frauen wunderschön, so sahen die Männer aus wie Hampelmänner. Sahen die Anzüge der Männer Edel aus, so konnten die Frauen nicht mehr atmen.

Ein Kompromiss bot da das viktorianische Zeitalter (1837-1901), welches besonders durch den amerikanischen Bürgerkrieg und in dieser Zeit spielende Filme und Bücher wie „Fackeln im Sturm“ oder „Little Women“ bekannt geblieben ist.

Doch hier tat sich die nächste Hürde auf: Eine Themenhochzeit mit einem historischen Rahmen setzt voraus, dass sich die meisten Gäste an das Gefüge des Rahmens halten. Bei Shinjis Familie waren Kostüme an Geburtstagen schon immer Gang und Gäbe, aber Anzüge und Kleider, die wirklich echt aussehen und trotzdem nicht zu teuer werden, sind auch in einer „Verkleiderlis“-enthusiastischen Familie reine Utopie.

Aus diesem Grund überlegten wir uns einen weiteren Kompromiss: Die Kleider und Anzüge sollten zwar zeitlich zu einer Ära passen, aber flexibel genug sein, dass die Gäste sich ein passendes Outfit zulegen können ohne sich gleich in Unkosten stürzen oder mit viktorianischer Mode ausseinander setzen zu müssen. Dieser Kompromiss bot sich mit dem Motto Steampunk.

Steampunk siedelt sich zwar hauptsächlich im viktorianischen Zeitalter an, kann jedoch vom 17. Jahrhundert (schaut Euch den neuesten Drei Musketiere-Film an, dann wisst ihr, wieso ^.-) bis in die zwanziger Jahre des 20ten Jahrhunderts ausgedehnt werden und die Zugabe von Fantasyelementen (Magie, etc.) lässt jedem Besucher eine gewisse künstlerische Freiheit.

Wie man (k)einen perfekten Antrag macht – Teil 2

Dies war die Geschichte, wie der Antrag geplant war.

Doch die Dinge entwickeln sich nicht immer so, wie man es gerne hätte und so kam es auch in diesem Fall.

Während die ganze Familie bereits immer wieder nachhakte, wann sie denn nun heiraten würden, machten Kawaii und Shinji regelmässig immer wieder Witze darüber, wie und wann man nun eigentlich heiraten könnte.

Weil Shinji jedoch die Überraschung nicht zu früh verderben wollte, machte er des öfteren Kommentare wie „aber denk dran, wir sind noch nichteinmal verlobt“ welche – seien wir ehrlich – nicht unbedingt sehr nett gegenüber der eigenen Freundin sind.

In den letzten Monaten, ergaben sich einige Änderungen. Sowohl Shinji’s Comedy als auch Kawaiis intensives Studium begannen ihren Tribut zu fordern. Bei beiden machten sich langsam Verschleissspuren bemerkbar und so entschlossen sie sich, dass sie sich erst einmal ein Auszeit gönnen sollten und verschwanden im Juli für eine Woche nach Frankreich.

Während diesem Urlaub begann sich Shinji wieder seine Gedanken zu machen. War diese Form des Antrags wirklich so eine gute Idee? Würde er Kawaii damit nicht zwingen „Ja“ zu sagen, wenn er sie in der Öffentlichkeit fragt? Und würde sie den Song – wie geplant – wirklich lustig finden oder ihn eher als beleidigend betrachten?

Als er so darüber nachdachte wurde er immer stiller und als sie nach Hause kamen, fragte ihn Kawaii ob sie irgendetwas falsch gemacht hätte, weil er so distanziert schien.

Shinji’s Antwort kann hier nur direkt zitiert werden.

„Hmm? Oh… nein.. es ist nur…. ich sollte eigentlich gar nicht mit dir darüber sprechen…. aber… naja ich habe mir überlegt, dass ich dir an der Connichi einen Antrag machen wollte und nun frag ich mich, ob ich dir den Antrag wirklich öffentlich machen sollte.“

Hieraus startete nun eine Diskussion darüber, warum er einen öffentlichen Antrag doch nicht als so geschickt betrachtete und wie er nicht sicher war, ob sie überhaupt in der Lage wäre an der Connichi dabei zu sein.
Ca. 10 Minuten später ergab es sich daher, dass er sie direkt fragte ob sie ihn nicht heiraten wollte und Kawaii sagte (offensichtlich ;)) „Ja“.

Folglich, am 9.7.2011. schrieben beide allen Verwandten und Freunden Mails und SMS um sie über die Verlobung zu informieren. Ausserdem fuhren sie sogleich in den  Walhalla Store in Olten wo sie sich noch ein schönes Paar Verlobungsringe kauften.

Wie man (k)einen perfekten Antrag macht – Teil 1

Wann entschliesst man sich zu heiraten?

Für Shinji war es nach dem ersten Jahr der Beziehung bereits relativ klar:

Aufgrund externer Gründe lebten Kawaii und Shinji bereits seit über einem halben Jahr zusammen und verspürten noch immer nicht den Wunsch sich gegenseitig zu erwürgen. Ein gutes Zeichen, denkt Ihr nicht auch?

Shinji hatte sich demnach bereits entschlossen. Er würde Kawaii einen Antrag machen, sobald sie mit ihrem Studium fertig wäre.
Als er dann nach 2,5 Jahren glücklicher Beziehung erfuhr, dass er wieder als Komiker an der grössten, deutschen Animeconvention – der Connichi – auftreten und dieser Auftritt direkt nach Kawaiis Studiumabschluss stattfinden würde, war das Timing perfekt.

In Shinjis Kopf begannen sich die kleinen Rädchen zu drehen. „Woher bekomme ich die Verlobungsringe?“ „Wie finde ich ihre Ringgrösse heraus ohne sie zu fragen?“ und am wichtigsten „Wie mache ich ihr den Antrag?“

In den folgenden Monaten legte er sich einen Plan zurecht. Er würde sein übliches Comedyprogramm aufführen, aber wenn am Ende (hoffentlich) wieder Zugaben gefordert würden, hätte er einen neuen Song in Petto.
Er würde den Song „alles für dich“ von „Die Ärzte“ als Antrag vorsingen.
Sie würde es niemals wagen diesen Antrag abzulehnen.

Wie alles begann

Jede Geschichte hat ihren Anfang und Unserer liegt bereits mehrere Jahre zurück. Jahre bevor wir uns verliebten, sogar Jahre bevor wir überhaupt miteinander redeten.

Im Jahr 2001 wurde das Mangaforum gegründet. Es war die erste Möglichkeit (nach einer Mailingliste) für schweizer Anime- und Mangafans um sich online besser kennen zu lernen und sich darüber zu unterhalten, was wir alle gemeinsam hatten. Ein riesiges Interesse in japanische Animation und Comics.

 

Damals, mehr noch als heute, wurden Animefans sehr gerne ausgegrenzt und gemobbed. Selbst wenn wir uns also gegenseitig manchmal nicht mochten, so betrachteten wir uns als eine grosse Familie die zusammenhält (inklusive den seltsam riechenden Verwandten die man höchstens einmal im Jahr sieht ;))

Wir verschrieben uns ziemlich dieser Philosophie. Trotzdem war nicht alles eitel Sonnenschein. Shinji war dauernd am diskutieren um seinen Standpunkt darzulegen, recht zu haben oder einfach um der Diskussion Willen.
Dementsprechend sorgte er öfters mal für Unruhen im Forum und Kawaii – die selber eher regelgebunden, korrekt und meist anderer Meinung war (teilweise auch nur deswegen, damit sie nicht Shinji zustimmen musste) – hasste ihn von tiefstem Herzen.

So ging dies ein paar Jährchen und dann machte Kawaii ein paar Jahre Forenurlaub.
Als sie wieder zu den Treffen erschien und wieder im Forum schrieb, kamen die beiden dann sogar ins Gespräch, da Shinji zu der Zeit der Partner einer ihrer Freundinnen war.

Sie erkannten, dass sie eigentlich viele gemeinsame Interessen hatten (inklusive LARP, Mittelaltermärkte etc.) und sich generell sehr ähnelten (auch wenn Shinji immer noch sehr viel forscher und Kawaii eher zurückhaltender war).
Langsam aber sicher wurde aus widerwilliger Bekanntschaft eine interessante Freundschaft.
Und aus dieser Freundschaft entstand allmählich – und auch hier eher widerwillig – eine grosse Liebe (nachdem die Beziehungen der beiden mit ihren Expartnern bereits gescheitert waren).

Und seit dem 13.08.2008 sind beide nun ein Paar.